Warum gibt es in Deutschland, Österreich & der Schweiz… | BNT Diamonds
Preis von Diamanten

Warum gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Diamantenvorkommen?

13 Juli 21
  • Wie Diamanten entstehen und warum es im deutschsprachigen Raum keine Vorkommen von Diamanten gibt

Im deutschsprachigen Raum finden sich, wenn auch nicht in großer Menge, wertvolle Edelmetalle oder sogar Edelsteine. Die Bodenschätze in Deutschland beschränken sich vor allem auf Braunkohle und Steinkohle. Einheimische Diamanten sucht man aber vergebens und das liegt nicht daran, dass niemand nach Ihnen suchen würde, sondern an der Entstehungsgeschichte von Diamanten und der Tektonik.

Woraus bestehen Diamanten und wie entstehen sie?

Diamanten bestehen aus Kohlenstoff, der weltweit in erheblichen Mengen vorkommt. Damit aus dem unansehnlichen schwarzen Material aber überhaupt ein Diamant, das härteste Material der Welt, werden kann, sind enormer Druck und Hitze nötig, die die schrittweise Umwandlung von Kohlenstoff zu Diamant erst möglich machen.

Diese Verhältnisse findet man nur im Bereich der unteren Erdkruste und des oberen Erdmantels, in für den Abbau unerreichbaren Tiefen. Damit die Diamanten an die Erdoberfläche gelangen, ist sehr spezifische vulkanische Aktivität nötig. Genau deshalb gibt es in Zentraleuropa, egal ob Deutschland, Österreich oder Schweiz, abgesehen von mikroskopisch kleinen Diamanten, die im Rahmen der Bildung der Gebirge entstanden und zur Verarbeitung in Schmuck nicht geeignet sind, keinerlei Diamanten. Auch zur Entstehungszeit von Diamanten vor hunderten Millionen bis Milliarden Jahren, gab es in unserem Bereich des Kontinents keine nennenswerte vulkanische Aktivität, die sich vor allem auf die Bereiche an denen die Erdplatten zusammenstoßen bzw. zusammenstießen konzentriert.

Diamantenmine zum Abbau von Diamant Vorkommen

Erschwerend kommt hinzu, dass Diamanten zwar Hitze zur Entstehung brauchen, zu viel Hitze den Diamanten auf seiner Reise auf den Tiefen der Erde zur Oberfläche aber wieder zerstört und in andere Stoffe umwandelt. Daher finden sich Diamanten fast ausschließlich im dem Vulkangestein Kimberlit, im Deutschen auch Blaugrund genannt, das aus Magma entstanden ist, die besonders schnell, über sogenannte Pipes, an Erdoberfläche gelangt sind. Pipes sind senkrechte Schlote, die tief in die Erde reichen, eine Art Autobahn für Magma die so mit enormen Geschwindigkeiten an die Erdoberfläche gelangt. Schnell genug, damit sich der Diamant nicht wieder in andere Stoffe auflöst.

Spannend ist ein Diamantfund in Süddeutschland, im Bereich des Nördlinger Ries, wo kleine Diamanten in Gneis eingebettet gefunden wurden. Es handelt sich nicht um ein klassisches Diamantvorkommen, vielmehr entstanden die dort gefundenen Diamanten durch einen Meteoriteneinschlags vor etwa 15 Millionen Jahren. Dieser schuf einen Krater von mehr als 20 Kilometern Durchmesser. Durch die enorme Krafteinwirkung und Hitze des Einschlags wurde Graphit, eine Form von Kohlenstoff die im Gneis eingebettet war, schlagartig in Diamanten umgewandelt. Ganz ähnlich wie bei der Herstellung synthetischer Diamanten mit modernen Hochdruckverfahren.

Welche Edelsteine gibt es in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum?

Edelsteine finden sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem in Gebirgsregionen, an und in Flüssen sowie in alten Bergbauschächten und am Meer. Es handelt sich überwiegend um Mineralien, die früher als Halbedelsteine bezeichnet wurden, also Edelsteine mit einer Mohshärte von weniger als 7.

Es gibt zwar keine Diamant Vorkommen, doch die Auswahl an heimischen Edelsteinen ist groß: Achat, Amethyst, Bergkristall, Bernstein, Granat, Lapis, Malachit, Rosenquarz, Rauchquarz, Topas, Tumalin, selten sogar in Österreich Smaragde. Besonders berühmt für ihre Edelsteine ist die Region um Ida-Oberstein mit der deutschen Edelsteinstraße.

Wo findet sich Kimberlit und damit auch Diamanten?

Kimberlit findet man vor allem in einigen Ländern Afrikas, allen voran Südafrika, der demokratischen Republik Kongo und Botswana, Kanada, wenigen Regionen Südamerikas, Russland und Australien. Sie stellen den großen Teil der weltweiten Förderung. Minimale Vorkommen existieren zusätzlich in Indien und China.

Erstmals entdeckt wurde Kimberlit in Südafrika. Von dort stammen auch einige der größten und berühmtesten Diamanten der Welt. Dem Fundort nahe der Stadt Kimberly verdankt das Gestein seinen Namen.

Rein von der Fördermenge in Karat liegt aber seit der Jahrtausendwende Russland ganz vorne, mit über die Jahre immer weiterwachsendem Abstand zu der Nummer 2, Botswana. Australien nimmt eine Sonderstellung ein, denn auch wenn die Fördermenge dort eher sinkt, beheimatet das Land die wahrscheinlich bekannteste Mine weltweit, die Argyle Mine. Die Popularität hat einen Grund, denn bis auf wenige Ausnahmen finden sich nur dort die ebenso seltenen wie wertvollen rosa bzw. pinken Diamanten, sowie weitere seltene farbige Diamanten. Inzwischen ist diese Mine erschöpft und wurde von der Betreibergesellschaft Rio Tinto offiziell geschlossen.

Wie werden Diamanten abgebaut?

Der kommerzielle Abbau von Diamanten erfolgt überwiegend in großen Tagebauminen, die spiralförmig von der Oberfläche in die Tiefe reichen. Riesige Mengen an Gestein müssen abgetragen, zerkleinert und ausgewaschen werden, um die enthaltenen Diamanten zu gewinnen. Hierfür kommen gigantische Bagger und Muldenkipper zum Einsatz, sehr hartes Gestein wird gesprengt.

In sehr ergiebigen Minen und solchen mit besonders seltenen Diamanten erfolgt teils auch ein unterirdischer Abbau, der aufwendiger, teurer und auch risikoreicher ist. In den engen Stollen kann moderne Fördertechnik nur begrenzt zum Einsatz kommen. Der Abtransport des Gesteins erfolgt in alter Bergmannstradition über eine Art Eisenbahnnetz mit sog. Güterloren.

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Mit diesem Artikel möchte BNT Diamonds Sie umfassend über die Investition in Diamanten informieren. Jede Investition birgt ein gewisses Risiko und kann nicht als risikolos garantiert werden. Ebenso können Ihre Erwartungen nicht garantiert werden. Aus diesem Grund empfehlen wir, die Risiken und Aspekte einer Anlage in Diamanten zu recherchieren, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Wahl für Ihr Portfolio treffen.