Regionale Zertifizierung von Diamanten aus Afrika | BNT Diamonds
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Afrikanische Länder arbeiten zusammen, um konfliktfreie und zertifizierte Diamanten garantieren zu können

05 Juli 21
  • Der Regional Certification Mechanism in Afrika
  • Druck auf die Industrie und Abnehmer von Rohstoffen
  • Der Überprüfungsprozess für zertifizierte Diamanten und Rohstoffe

Diamanten werden als Blutdiamanten bezeichnet wenn Gewalt bei deren Gewinnung angewendet wird oder wenn Menschen beim Abbau aus dem Grund gestorben sind, des Weiteren wenn damit Kriege oder Bürgerkriege finanziert werden. Diese Diamanten spielten in den 90er Jahren eine zentrale und traurige Rolle bei verschiedenen Konflikten im Westen und Süden des afrikanischen Kontinents.

Der Regional Certification Mechanism in Afrika

Eine Gruppe von afrikanischen Ländern hat daher unter internationalem Druck ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, welches es einfacher für Unternehmen macht, Konfliktdiamanten aus ihrer Produktion auszuschließen. Immer mehr Minen in der vormals besonders problematischen Demokratischen Republik Kongo werden als konfliktfrei zertifiziert. Bei der letzten Zählung und Kontrolle vor einigen Jahren wurden 140 von insgesamt 180 Minen im Kongo im Rahmen dieses neuen Prozesses zertifiziert.

Die Liste der validierten, konfliktfreien Minen ist Teil eines Zertifizierungsrahmens, der als „Regional Certification Mechanism“ bekannt ist und von der „International Conference on the Great Lakes Region“ (ICGLR) entwickelt wurde. Dies ist eine zwischenstaatliche Organisation von 12 afrikanischen Ländern, die im Jahr 2011 gegründet wurde. Die Rahmenbedingungen bestehen aus mehreren Schritten und einem System von Kontrollpunkten. „Zum ersten Mal in der kongolesischen Geschichte gibt es einen gründlichen Multi-Stakeholder-Prozess, der Rebellengruppen und militärischen Nutzen von Minen beurteilt“, sagt Sasha Lezhnev, Associate Director des Enough Project, einer Gruppe, die sich einsetzt um Kriegsverbrechen in Afrika zu stoppen. „Dies ist ein wichtiger Schritt für ein Land, das seit Jahrzehnten von Konflikten und Krieg geplagt wurde.“

Druck auf die Industrie und Abnehmer von Rohstoffen

In den letzten Jahren wurde der Druck auf Unternehmen verstärkt. Ein Artikel aus dem amerikanischen Dodd-Frank Finanzreformgesetz von 2010 legt fest, dass börsengelistete US-Unternehmen offen legen müssen, ob sie Mineralien aus Zentralafrika verwenden und welche Maßnahmen sie unternommen haben um die Quelle dieser Mineralien zu bestimmen.

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Überprüfungsprozess für zertifizierte Diamanten und Rohstoffe

Die Beurteilung von Minen der Demokratischen Republik Kongo wird ausgeführt durch eine Gruppe aus Vertretern der Vereinten Nationen, Geschäftsleuten und der kongolesischen Regierung. USAID und das deutsche Bundesinstitut für Geowissenschaften und Rohstoffe finanzieren diese Operation.

Die Zertifizierung von mehreren hundert Minen mag nicht viel erscheinen, in Anbetracht der Tatsache, dass es Tausende von Minen gibt, doch laut Leshnew ist die Anzahl der Minen weniger wichtig als das Volumen der Mineralien, die zu bewerten sind. „Manche Minen haben nur 5 bis 10 Minenarbeiter beschäftigt, während andere mehrere tausende beschäftigen.“ Die so genannten "Validierungs-Missionen" sind gerichtet auf high-volume Gebiete wie Rubaya in Nord-Kivu, einer Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo und die Basis für einige der schwersten Kämpfe zwischen Rebellengruppen, Milizen und Regierungstruppen.

Die Teams überprüfen die Minen jährlich, basierend auf einem Standard, der die Arbeitsbedingungen, Konflikte und Entwicklung der Gemeinschaft auswertet. So sollten beispielsweise keine bewaffneten Gruppen oder die kongolesische Armee in der Mine anwesend sein und es sollten dort keine Kinder oder schwangeren Frauen arbeiten. Wenn eine Mine die Kontrolle besteht, erhält sie ein grünes Label. Diese Informationen werden dann auf der ICGLR-Website veröffentlicht.

Erfüllt die Mine die eines oder mehrere der Kriterien nicht, wird sie mit einem gelben Label gekennzeichnet und erhält 6 Monate Zeit, um die Verstöße abzustellen. Minen die diese Frist nicht einhalten oder besonders schwere Verstöße aufweisen, erhalten ein rotes Label, werden für ein halbes Jahr zwangsweise geschlossen und dürfen den Betrieb erst wieder aufnehmen, wenn eine Inspektion zeigt, dass alle Verstöße behoben wurden.

Der Zertifizierungsprozess ist ein guter Anfang aber keine endgültige Lösung. Laut Leschnew, benötigt die Befreiung von Konflikten im Handel mit Mineralien und Rohstoffen mehr Unterstützung aus der kongolesischen Regierung, den USA und der Europäischen Union.

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Mit diesem Artikel möchte BNT Diamonds Sie umfassend über die Investition in Diamanten informieren. Jede Investition birgt ein gewisses Risiko und kann nicht als risikolos garantiert werden. Ebenso können Ihre Erwartungen nicht garantiert werden. Aus diesem Grund empfehlen wir, die Risiken und Aspekte einer Anlage in Diamanten zu recherchieren, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Wahl für Ihr Portfolio treffen.